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🔎 Ratgeber

Welcher Staubsaugerbeutel passt? So finden Sie den richtigen

Wo das Typenschild sitzt, wie Sie die Nummer auf dem alten Beutel lesen und was Beuteltypen wie Miele GN, Bosch G ALL, Kärcher KFI 357 oder Kobold FP bedeuten.

Von BolsasPro-Team Aktualisiert am ⏱ 5 Min. Lesezeit

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Staubsaugerbeutel zu bestellen klingt einfach, bis die Packung ankommt und die Halteplatte nicht passt. Die gute Nachricht: Wer weiß, wo er nachsehen muss, findet den richtigen Beutel fast immer in wenigen Minuten. So geht's, Marke für Marke.

Die wichtigste Regel: Der Beutel hängt vom genauen Modell ab, nicht von der Marke oder vom Aussehen. Zwei fast identische Geräte desselben Herstellers können unterschiedliche Beutel brauchen.

Wo das Typenschild sitzt

Jeder Staubsauger hat ein Typenschild mit Modell, Leistung und oft einer internen Nummer. Das ist die zuverlässigste Angabe. Wo es sitzt, hängt von der Bauart ab:

  • Bodenstaubsauger: auf der Unterseite oder im Beutelfach (Deckel öffnen, auf den Rand oder den Boden schauen).
  • Handstaubsauger mit Beutel: auf der Rückseite, nahe der Beutelklappe oder am Fuß.
  • Nass-Trockensauger: am Motorkopf (oben), meist hinten oder unten. Der Behälter trägt das Schild selten.
  • Saugroboter mit Absaugstation: Der Beutel gehört zur Station, nicht zum Roboter. Suchen Sie das Etikett unter oder hinter der Station.

Fotografieren Sie das Typenschild mit dem Handy. Dann müssen Sie das Gerät beim nächsten Mal nicht umdrehen.

Notieren Sie dabei nicht nur den Verkaufsnamen, sondern auch alle Codes auf dem Schild. Der Verkaufsname wird oft über Jahre beibehalten, während sich die Technik darunter ändert. Die genaue Typ- oder Erzeugnisnummer verrät, welche Variante Sie tatsächlich besitzen. Ist das Schild verblasst, hilft oft ein Blick in die Bedienungsanleitung oder auf den Originalkarton, falls Sie ihn noch haben.

Wo Sie je nach Marke nachsehen

Miele

Öffnen Sie den Deckel des Beutelfachs: Dort oder auf der Unterseite sitzt das Typenschild. Miele bezeichnet seine Beutel mit Buchstaben (GN, FJM und weitere). Die Complete-Reihe, etwa der Miele Complete C3, nutzt GN; die kleinere Compact-Reihe FJM. Mehr dazu auf der Seite Miele-Beutel.

Vorwerk Kobold

Die Modellbezeichnung (VK140, VK150, VK200, VK7 …) steht auf dem Gerät und auf dem Typenschild. Die passenden Filtertüten tragen eine FP-Bezeichnung, die zur Generation gehört, zum Beispiel FP140 für VK140/VK150 und FP200 für VK200/VK220S. Zwischen den Generationen ändert sie sich, also immer genau prüfen.

Bosch und Siemens

Beide teilen sich Werke und viele Beutel. Entscheidend ist die E-Nr. auf dem Typenschild (Buchstaben plus Ziffern, etwa BGL…, BGB… oder VS…). Viele Bodenstaubsauger beider Marken nutzen den Typ G ALL, aber nicht alle: Gleichen Sie immer die E-Nr. ab.

Kärcher

Das Typenschild sitzt am Motorkopf. Kärcher kennzeichnet Beutel mit einer Teilenummer 2.863-xxx.0 und einem KFI-Code. Die Beutel für den Kärcher WD 3 sind KFI 357; WD 4, WD 5 und WD 6 nutzen einen größeren, anderen Beutel.

Roboter: Roomba, Roborock und andere

Maßgeblich ist die Absaugstation. Die Station des Roomba i7+ nutzt einen anderen Beutel als manche neuere Stationen mit Wischmopp-Reinigung, und der Roborock S8 Pro Ultra hat einen eigenen Beutel.

Übersicht nach Marke

MarkeWo das Etikett sitztTypische Beutelbezeichnung
MieleBeutelfach oder UnterseiteBuchstaben: GN, FJM und weitere
Vorwerk KoboldGerät und TypenschildFP-Bezeichnung passend zum VK (FP140, FP200, FP7 …)
Bosch / SiemensUnterseite oder Beutelfach, mit E-Nr.Buchstabentypen wie G ALL
KärcherMotorkopf, hinten oder untenTeilenummer 2.863-xxx.0 plus KFI-Code (KFI 357 …)
Rowenta / Philips / Electrolux / AEGUnterseite oder BeutelfachWonderbag bzw. s-bag
Roboter (iRobot, Roborock …)Unter der AbsaugstationEigener Beutel je Station

Die Nummer auf dem alten Beutel lesen

Haben Sie noch einen gebrauchten oder einen Ersatzbeutel, schauen Sie auf die Halteplatte aus Pappe oder Kunststoff, also das feste Teil mit der Einlassöffnung. Dort drucken Hersteller die Bezeichnung auf: den Miele-Buchstaben, die Kärcher-Nummer, die Kobold-FP-Angabe oder den Formatnamen (s-bag, G ALL …).

Aber Vorsicht: War der alte Beutel ein kompatibler, kann dort die Nummer des Beutelherstellers stehen, nicht die des Staubsaugers. Handelsmarken aus Drogerie und Supermarkt arbeiten oft mit eigenen Nummernsystemen. Suchen Sie dann auf der Verpackung nach „ersetzt“ oder „passend für“ und der genannten Originalnummer.

Teilenummer oder Beuteltyp

Es gibt zwei Arten, einen Beutel zu benennen, und man sollte sie auseinanderhalten:

  • Original-Teilenummer: der exakte Herstellercode (zum Beispiel 2.863-314.0 bei Kärcher). Das ist der sicherste Suchbegriff.
  • Typ oder Format: ein Kurzname für viele Modelle: Miele GN oder FJM, Bosch G ALL, Kärcher KFI 357, Kobold FP200, der s-bag von Philips und Electrolux oder Wonderbag von Rowenta.

Haben Sie beides, suchen Sie nach der Teilenummer und prüfen, ob der Typ übereinstimmt. Seriöse kompatible Beutel nennen immer die Originalnummer, die sie ersetzen. Mehr dazu im Ratgeber Original oder kompatibel.

Universalbeutel: nur als Notlösung

Universalbeutel werden über eine zuschneidbare Platte oder Adapter angepasst. Für den Notfall taugen sie, aber:

  • Die Abdichtung ist selten so gut wie bei einem passgenauen Beutel; Feinstaub kann zum Motorfilter gelangen.
  • Die Form füllt das Beutelfach schlecht aus, die nutzbare Füllmenge ist oft geringer.
  • Manche Geräte haben eine Sperre, die den Deckel ohne passenden Beutel nicht schließen lässt.

Greifen Sie nur dazu, wenn es für ein älteres Gerät keinen passenden Beutel mehr gibt, weder original noch kompatibel. Für die gängigen Modelle von Miele, Bosch, Siemens oder Kärcher ist das kaum je der Fall: Dort gibt es passgenaue Beutel in großer Auswahl.

Häufige Fehler

  1. Kärcher WD 3 mit WD 4, WD 5 oder WD 6 verwechseln. Gleiche Familie, unterschiedliche Beutelgrößen.
  2. Miele GN und FJM vertauschen. Sie sehen ähnlich aus, Größe und Halteplatte unterscheiden sich aber.
  3. Die falsche Kobold-Generation kaufen. Eine Filtertüte für den VK140 passt nicht in den VK200.
  4. Die falsche Robotergeneration wählen. Hersteller wechseln Station und Beutel zwischen Generationen.
  5. Den Motorfilter vergessen. Viele Packungen enthalten einen. Wann er fällig ist, steht im Ratgeber wann den Beutel wechseln.

Kurz zusammengefasst

  1. Typenschild finden und Modell sowie Codes (E-Nr., Seriennummer) fotografieren.
  2. Falls vorhanden: Bezeichnung auf der Halteplatte des alten Beutels notieren.
  3. Ihr Modell auf BolsasPro suchen oder alle Marken durchsehen.
  4. Prüfen, ob der neue Beutel dieselbe Originalnummer nennt.

Mit Modell und Nummer in der Hand ist das Fehlerrisiko minimal.

Die meistgesuchten Modelle

Häufige Fragen

Wo finde ich die Modellbezeichnung meines Staubsaugers?+

Auf dem Typenschild: unten oder im Beutelfach beim Bodenstaubsauger, am Motorkopf beim Nass-Trockensauger und unter der Absaugstation beim Roboter.

Was ist die E-Nr. bei Bosch und Siemens?+

Die Erzeugnisnummer auf dem Typenschild. Sie identifiziert das genaue Gerät und ist die sicherste Angabe, um den passenden Beutel zu finden.

Passt eine Kobold-Filtertüte für den VK140 auch in den VK200?+

Nein. Jede Kobold-Generation hat ihre eigene FP-Bezeichnung. Prüfen Sie das VK-Modell und kaufen Sie die dafür vorgesehene Tüte.

Taugen Universalbeutel?+

Als Notlösung ja, aber die Abdichtung ist meist schlechter und die Füllmenge kleiner. Ein passgenauer Beutel ist die bessere Wahl.

Hängt der Beutel beim Saugroboter vom Roboter oder von der Station ab?+

Von der Absaugstation. Verschiedene Roboter können sich einen Beutel teilen, wenn sie dieselbe Station nutzen, und umgekehrt.

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